Mehr als nur eine Woche Polen

Realschüler besuchen Partnerschule in Pobiedziska. Eine sehr erlebnisreiche Woche verbrachte eine Gruppe von 15 Schülerinnen und Schülern der 7. und 8. Jahrgangsstufe der staatlichen Realschule Marktheidenfeld in der polnischen Partnerstadt Pobiedziska. Der Austausch fand in diesem Jahr zum sechsten Mal statt. Wie gewohnt wurden die Marktheidenfelder sehr gastfreundlich und herzlich am Abend des Anreisetages in ihren Gastfamilien aufgenommen.

Zwar hatten die deutschen Schüler ein paar polnische Vokabeln vor Beginn der Reise gelernt, die Gespräche fanden aber in der Regel auf Englisch statt, da auch die meisten polnischen Jugendlichen nur wenig Deutsch konnten. Nicht nur die Schüler, sondern auch die begleitenden Lehrkräfte, Evelyn Brandl-Borst und Frank Schaffars, wurden von ihren polnischen Kollegen und der Direktorin der Schule herzlich empfangen und durch zahlreiche Einladungen verwöhnt. Diese Tage lagen Ewald Kohler, dem Konrektor der Realschule Marktheidenfeld besonders am Herzen. Er verabschiedete sich von der Schule in Pobiedziska, weil dies sein letzter Austausch war und er im nächsten Jahr in Pension geht. Zumindest in seiner offiziellen Funktion als Vertreter der Schule wird Kohler dem Projekt Schüleraustausch fehlen. Er stellte vor Jahren maßgeblich den Kontakt zwischen den beiden Partnerschulen her und hielt den Austausch aufrecht. Die Partnerschule in Pobiedziska Letnisko konnte mit einem sehr abwechslungsreichen Programm aufwarten: So besuchten die Schüler am ersten Tag das Gemeindeamt, in dem sie von der Bürgermeisterin Pobiedziskas begrüßt wurden, erkundeten bei einer Firmenführung den Stoßdämpferhersteller Tiptopol und machten einen ausgiebigen Spaziergang durch die Partnerstadt Pobiedziska. Bei einem Besuch in Posen sahen die Schüler nicht nur die Altstadt mit einem der schönsten Renaissance-Rathäuser Europas, sondern erfuhren durch die deutschsprachige Stadtführerin auch das Wichtigste über die Geschichte Posens. Neben den Unternehmungen mit den einzelnen Gastfamilien war für die Schüler der Besuch auf einem Pferdehof ein besonderes Erlebnis. Hier hatten sie die Möglichkeit selbst zu reiten. Durch das Erkunden eines Miniatur-Museums lernten die Marktheidenfelder Schüler die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Polens kennen. Schließlich überblickte die Gruppe auch die Stadt Gnesen von einem Kirchturm aus, bevor die Schüler die Geburtsstätte Polens auf einer kleinen Insel bestaunen konnten. Den letzten Abend feierten die Familien zusammen mit einem gemeinsamen stimmungsvollen Lagerfeuer. Schüler wie Lehrkräfte freuen sich schon jetzt auf den Gegenbesuch im Oktober.