Von Gras zu Crystal

Geschrieben von Martin Glückert.

In Form eines Theaterstücks fand diese Woche Drogenprävention an der Staatlichen Realschule statt. Eingeladen hatte dazu die Drogenbeauftragte der Realschule, Frau Barbara Böck (StRin), alle Schülerinnen und Schüler aus der 8. Jahrgangsstufe.

Böck hält es gerade jetzt für besonders wichtig, über das Gefahrenpotential von Drogen aufzuklären: Schließlich ist diese Droge unter den Jugendlichen auf dem Vormarsch und die Diskussion um die
Legalisierung von Cannabis hält nach wie vor an. Außerdem haben schon 7,2% aller 12-17-Jährigen Erfahrungen mit Drogen gemacht.

 

Das Theaterstück begleitete zwei ganz normale Teenager namens Anne und Florian,
die auf ihrer Suche nach Freiheit und Identität in den Drogensumpf abrutschen.
Anne schafft noch den Ausstieg, denn sie kommt mit den extremen
Stimmungsschwankungen, die Cannabis verursacht, nicht zurecht. Doch bei Florian
steigert sich das „harmlose“ Ausprobieren von Gras weiter zum Konsum von
Crystal. An Ende stirbt er an den Folgen seiner Sucht trotz seiner Versuche
davon loszukommen.

Das Stück, gespielt vom Weimarer Kulturexpress erzählt lebendig und
unterhaltsam, aber auch in aller Härte, welche veheerenden Folgen der
Drogenkonsum hat. Den beiden Darstellern Janning Sobotta und Laura Dittmann
gelingt es die Hoffnungen, Ängste und Sehnsüchte ihrer Figuren realitätsnah zu
vermitteln. Sie versuchen auch mögliche Antworten auf die Frage nach dem Warum
zu geben. Dabei tritt als mögliche Ursache vor allem die mangelnde
Kommunikation innerhalb der Familie in den Vordergrund. In Anschluss an das
Stück fand noch eine Nachbesprechung statt, in der Schüler wie auch Schauspieler
sich gegenseitig Fragen stellten.