Mit Peter Pan ins Nimmerland

Mit „Peter Pan“ wagte sich die Schultheatergruppe der Staatlichen Realschule an ein überaus beliebtes Werk der Literatur, das schon zahlreich als Zeichentrickfilm, Realfilm oder Musical umgearbeitet wurde.

Die Kindergeschichten von James Matthew Barrie gelten gemeinhin als Kinderbuchklassiker, obwohl das über hundert Jahre alte Bühnenstück ursprünglich für Erwachsene geschrieben wurde. Bis heute aber übt die Geschichte für das Publikum eine große Faszination aus. Denn im fiktiven „Nimmerland“ muss man nur an etwas glauben, damit es auch passieren kann.

Die erfundene Insel „Nimmerland“ symbolisiert Unsterblichkeit und ewige Jugend. Schließlich können und wollen Peter Pan sowie die anderen Kinder an diesem Ort niemals erwachsen werden. Die Insel „Nimmerland“ steht somit ebenfalls für Kindlichkeit und ewiges Kindsein. Das ist natürlich auch ein Wunsch vieler Erwachsener, der ja leider „nimmer“ wahr sein darf, außer im Reich der Fantasie und des Geistes.

Dem großen, über 30 Köpfe zählenden Ensemble der Schultheatergruppe gelang es, gerade diesen kindlichen Charakter glaubwürdig zu inszenieren. Dabei glitt das Stück nie in kindliche Albernheit ab. Das war einmal der Regie und Leitung von Herrn Thomas Koch und Frau Veronika Kehl zu verdanken. Zum anderen gingen die vielen Schauspieler mit einer großartigen Spielfreude zu Werke, sodass der Zuschauer schnell zu den verschiedenen Abenteuern entführt wurde.

Sehr überzeugend und textsicher spielte Max Reger in der Rolle des Peter Pan, der als spitzbübischer, selbstverliebter und selbstironischer Held auftritt. Er taucht eines Nachts bei der Familie Darling im Kinderzimmer auf und nimmt die drei Kinder, Wendy, John und Michael dank der eigenen Vorstellungskraft und mithilfe von etwas Feenstaub mit ins Nimmerland. Dort soll Wendy für Peter und die „verlorenen Jungs“ Ersatz-Mutter sein. Sie wurde eindrucksvoll von Evelyn Weiskopf dargestellt. Jedoch funktioniert die Mutterrolle nicht ganz so einfach. Schließlich wird die Fee „Glöckchen“ eifersüchtig auf Wendy. Mit Emely Schäffer war diese Rolle auch äußerlich bestens besetzt. Nachdem mit der Befreiung von Tigerlilly und einem Piratenkampf einige Abenteuer überstanden sind, trifft Peter Pan schließlich auf den schrecklichen Pirat Hook. Er wird als Bösewicht stilecht von Maria Mohr dargestellt. Nach einem spannenden Kampf siegt – natürlich - am Ende das Gute bzw. das Kindliche.

Viele der textfesten, spielstarken Schauspieler konnten problemlos eine zweite oder gar dritte Rolle übernehmen. Es bleibt noch als besonderer musikalischer Beitrag der Song „Last Boy“ (von Ruth B) zu erwähnen. Er wurde durch Pin Kwanthabthim und Sophia Reinfurt ausdrucksstark interpretiert.

Wer die unterhaltsame Aufführung noch besuchen möchte, hat dazu am Freitag, den 17.06.2016 um 19.00 Uhr die letzte Gelegenheit. Der Eintritt ist frei.

 Die Darsteller und ihre Rollen sind folgende:

Maike Hofmann als Erzählerin; Xenia Durchholz als Kind, Pirat und Meerjungfrau; Lisa-Marie Kliegl als Kind und Cecco (Pirat); Miriam Wehr als Kind und Pirat; Timo Schmelz als Mr. Darling; Isabel Kuhn als Mrs. Darling; Evelyn Weiskopf als Wendy; Alicia Heim als John; Tim Sendelbach als Michael; Shauna Böttger als Hund Nana und Pirat; Maximilian Reger als Peter Pan; Emely Schäffer als Glöckchen; Amelie Purschwitz als Tootles (ein verlorener Junge); Hanna Richartz als Nibs (ein verlorener Junge); Janina Gibhardt als Slightly (ein verlorener Junge); Leonie Pfister als erster Zwilling (ein verlorener Junge); Nicki Schneider als zweiter Zwilling (ein verlorener Junge); Elina Ritter als Curly (ein verlorener Junge); Maria Mohr als Captain James Hook; Melina Klein als Smee (Pirat und rechte Hand von Hook); Alina Schreck als Mullins (Pirat); Serah Hörning als Jukes (Pirat); Alissa Reuber als Starkey (Pirat); Greta Römisch als Tigerlily.

Als Souffleuse fungierte Sophia Reinfurt. Für die Technik waren Jonas Eyrich, Clemens Hitzler, Cedric Ebeling und Fabio Thoma verantwortlich.