3 Aiden-Schritte mehr

Geschrieben von Martin Glückert.

Gerade zu Beginn eines Schuljahres ist es wichtig, dass alle Verkehrsteilnehmer Rücksicht aufeinander nehmen. Zum einen haben sich zahlreiche Autofahrer noch nicht ganz an die vielen Schüler als Fußgänger oder Fahrradfahrer gewöhnt und zum anderen erfordern auch die herbstlichen Witterungsverhältnisse besondere Vorsicht.

 

Damit auch die Schülerinnen und Schüler ganz auf den Autoverkehr eingestellt sind, fand an der Staatlichen Realschule unter dem Motto „Hallo Auto“ Verkehrserziehung für alle sechsten Klassen statt. Dagmar Mayer vom ADAC Nordbayern schulte die Schüler vor allem darin, den Verkehr richtig einzuschätzen. Dazu gehört es, den ungefähren Bremsweg eines Autos und die Faktoren, die ihn beeinflussen, zu kennen. Um dies den Kindern anschaulich zu demonstrieren, mussten sie erst ihren eigenen Bremsweg herausfinden.

Alle wurden zuerst aufgefordert, einige Meter zu sprinten und dann nach einem Flaggenzeichen abrupt anzuhalten. Selbstverständlich konnte niemand sofort stoppen, sondern lief noch einige Meter weiter. Neben diesem reinen Bremsweg kommt noch der Reaktionsweg hinzu, den die Schüler brauchen, um auf das Flaggenzeichen überhaupt zu reagieren. Dieser betrug, wie am Beispiel des Schülers Aiden Karg festgestellt werden konnte, im Schnitt etwa 3 Schritte.

Diese Erkenntnisse wurden dann auf das Auto übertragen. Beim Versuch den Anhalteweg eines 50 Stundenkilometern schnellen PKWs abzuschätzen, lag kein einziger Schüler richtig. Selbst die beste Schätzung lag immer noch über 10 Meter daneben. Schließlich rechnete niemand damit, dass das Auto knapp 25 Meter braucht, um zum Stehen zu kommen.