Begeisterung für Französisch

Geschrieben von Martin Glückert.

Einen besonderen Besuch stattete Anaïs Tremblayes interessierten Schülerinnen und Schülern der Realschule ab.

Sie ist die neue Europäische Freiwillige im Partnerschaftsreferat Unterfranken. Ihre Aufgabe ist es die französische Sprache und Kultur zu vermitteln und Sympathien zu wecken. Dies tat sie auch engagiert im Rahmen des Projektes „Salut tout le monde“. Auf Einladung von Französischlehrerin Cornelia Noack half Anaïs Tremblayes den Sechstklässlern bei der anstehenden Entscheidung, ob für sie das neue Wahlpflichtfach Französisch in Frage kommt.

Die Sprache unserer Nachbarn ist nach Englisch die zweitwichtigste internationale Verkehrsprache, die von rund 180 Mio. Menschen in 30 verschiedenen Ländern gesprochen wird. Zwischen Frankreich und Deutschland bestehen nicht nur sehr enge kulturelle, politische und wirtschaftliche Beziehungen, sondern Frankreich ist auch ein sehr attraktives Urlaubsland. Tremblayes vermittelte mit reichlich Spaß, dass Französisch eine lebendige Sprache ist, die zudem auch noch wunderbar klingt. Auch ohne große Vokabelkenntnisse konnten die Schüler schnell erste Übungen zum Hörverstehen durchführen und Schlüsselwörter heraushören. Des Weiteren galt es Aussagen über Frankreich und die Franzosen als richtig bzw. falsch einzuordnen. Dazu gehört es natürlich auch mit Klischees aufzuräumen: So bietet das Land kulinarisch viel mehr als das angebliche Grundnahrungsmittel Käse. In Deutschland wird sogar mehr Käse hergestellt als in Frankreich. Überrascht waren viele, als über das französische Schulsystem berichtet wurde. Denn der Unterricht dauert häufig bis 17.00 Uhr. Zum Abschluss erhielten alle Schüler das landestypische, harte Karamell-Bonbon „Carambar“. Dies sollte am besten in der Hosentasche vorgewärmt werden oder nur langsam gelutscht werden, damit es im Mund nicht zur „Karambolage“ kommt.