Fernab vom Volk

Geschrieben von Laura Dürr.

Am 25. und 26. Oktober besuchten die siebten Klassen die Festungsanlage Marienberg in Würzburg. Der älteste Teil der Festung ist bereits über 800 Jahre alt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie immer wieder vergrößert, sodass sie heute zu einer der umfangreichsten Wehranlagen Europas zählt. Die riesige Festung wurde in ihrer langen Geschichte nur einmal eingenommen - von Schweden im Dreißigjährigen Krieg. Noch heute kann man Kanonenkugeln aus dieser Zeit finden, die im Mauerwerk stecken geblieben sind.


Das Highlight während der Führung durch die Burganlage war für viele Siebtklässler jedoch das Betreten des kühlen, dunklen Kerkers im Bergfried. In diesen konnte man im Mittelalter nicht einfach durch eine Tür hineingelangen, sondern die Gefangenen wurden mit einem Seil durch ein schmales Loch hoch oben an der Decke herabgelassen.
Im Anschluss fühlten sich die Schüler im Museum selbst wie Ritter, indem sie originalgetreue Kleidung anprobieren durften. Erstaunt waren die Schüler vor allem über das Gewicht eines Kettenhemdes. Auch über das harte und zum Teil karge Leben der einfachen Bauern wurden die Siebtklässler informiert. So bekamen sie einen Überblick über die Nahrungsmittel, die den Menschen im mittelalterlichen Europa zur Verfügung standen.