Bustraining

Geschrieben von Martin Glückert.

„Wenn ihr nicht wisst, wie ihr euch im und vor dem Bus richtig verhalten müsst, nur dann kann Busfahren gefährlich werden“, erklärte Turit Träger-Wiener, Sicherheitsbeauftragte der Nahverkehrsgesellschaft des Landkreises Main-Spessart, allen Schülerinnen und Schülern der 5. Klassen der Staatlichen Realschule Marktheidenfeld. In Zusammenarbeit mit der Firma Grasmann und der Polizei wurde am vergangenen Montag und Dienstag ein Sicherheitstraining für diese Schüler angeboten. 

 

Zunächst erhielten die einzelnen Klassen einen Überblick über Regeln an der Bushaltestelle und beim Einsteigen in den Bus. Unter anderem ist hier Drängeln strengstens verboten. „Wenn ihr nicht aufpasst, kann es schnell zu schlimmen Unfällen kommen“, betonte Polizeioberkommissar Helmut Freudenberger von der Polizeiinspektion Marktheidenfeld. Auch ein Aufenthalt im toten Winkel des Busses kann ganz schnell gefährlich werden. Als Merkregel gab Träger-Wiener Folgendes mit auf den Weg: „Wenn ihr den Busfahrer sehen könnt, dann sieht er auch euch.“ Mit Absperrband grenzten zwei Schüler unter Anleitung Freudenbergers diesen Bereich ab. Es stellte sich heraus, dass dieser Bereich ganz schön groß ist und Platz für etwa 50 Schüler bietet. 

 

Anschließend stiegen alle Schülerinnen und Schüler in den Bus ein. Jeder suchte sich seinen Lieblingsplatz aus. Freudenberger und Träger-Wiener erklärten sofort, dass oft genau diese begehrten Plätze, wie beispielsweise der in der Mitte der letzten Reihe, die gefährlichsten sind. Bei einer abrupten Vollbremsung mit etwa 25 km/h demonstrierte dies Busfahrer Boris Levit: Die Plastiktonne „Tim“, die als Menschenersatz verwendet wurde, rollte bis nach vorne im Bus. 

 

Als Hausaufgabe bekamen alle Schülerinnen und Schüler mit auf den Weg, sich bei einer seiner nächsten Busfahrten zu vergewissern, wo in ihrem Bus die Sicherheitssysteme sind. Hierzu gehören vor allem die unterschiedlichen Notausstiege, die Feuerlöscher und der Verbandskasten. „Alle Zeit gute Fahrt“ wünschten abschließend die Verantwortlichen für die gelungene Veranstaltung.