Französisches Theater an der Realschule

Geschrieben von Lina Wilhelm.

Es ist nun genau 55 Jahre her, dass der Präsident der IV. Republik, Charles de Gaulle und der damalige Kanzler Konrad Adenauer in Reims den Élysée-Vertrag unterschrieben, um die Versöhnung von Deutschland und Frankreich sowie deren aktive Zusammenarbeit zu besiegeln. Im Rahmen des Deutsch-Französischen-Tages, der am 22. Januar zu Ehren dieses Meilensteins stattfindet, setzen sich jedes Jahr Schülerinnen und Schüler beider Länder damit auseinander, wie wichtig der interkulturelle Dialog ist. Ein Austausch kann nur funktionieren, wenn Menschen aufeinander zugehen, Unbekanntem offen gegenüberstehen und dabei mutig sind, die eigene Perspektive durch neue Erfahrungen zu erweitern.


Für eine besonders humorvolle Art des kulturellen Austausches sorgte an diesem Tag Studienreferendarin Lina Wilhelm. Sie lud das renommierte Ensemble des Knirps Theaters aus Bad Ems an die Realschule ein. Mit dem Stück „Ah ca alors“ wurden die Schülerinnen und Schüler der Französischklassen gedanklich nach Paris entführt. Die beiden Schauspieler Astrid Sacher und Frédéric Camus schlüpften in verschiedene Rollen und kreierten gekonnt ein Szenario voller amüsanter Missverständnisse und Zufälle. Durch die zweisprachige Darbietung des Stücks war es allen Französischklassen, also auch den „Anfängern“, schnell möglich mitzureisen und die Abenteuer der Protagonistin mitzuerleben.


Die deutsch-französische Theateraufführung konnte den Schülerinnen und Schülern deutlich machen, dass sie die französische Sprache bereits viel besser beherrschen, als sie es sich selbst zutrauen. Und vor allem sollte sie zeigen, dass holprige Anfänge im neuen Land in besondere Freundschaften münden können. Diese kommen natürlich nur zustande, wenn man mit offenen Augen und Interesse für sein Gegenüber unterwegs ist. Mit Applaus bedankten sich die Schüler und Schülerinnen für die aufschlussreiche und amüsante Darbietung. Au revoir, Paris!