Wir sind KOMPASS-Schule

Geschrieben von Martin Glückert.

In erster Linie verbindet man mit dem „KOMPASS“ ein Instrument zur Orientierung. Im schulischen Sinne meint dieses Kunstwort aber noch viel mehr. Es steht für Kompetenz aus Selbstbewusstsein und Stärke. Es ist etwas Besonderes sich KOMPASS-Schule nennen zu dürfen. Denn der Auszeichnung geht ein Antrag voraus, in der eine Schule beweisen muss, dass sie sich intensiv auf die individuelle Stärkenförderung ihrer Schüler konzentriert.

Unser Schulleiter Dieter Schanzer sowie die zweite Konrektorin Kathrin Schwind haben ein Jahr lang darauf hingearbeitet, die Bewerbung zur KOMPASS-Schule erfolgreich abzuschließen. Jetzt ist es endlich soweit: Wir bekamen in einer Feierstunde vor den Pfingstferien das entsprechende Zertifikat direkt vom Ministerialbeauftragten für die Realschulen in Unterfranken, Karlheinz Lamprecht, überreicht. Lamprecht betonte in seiner Rede, dass es von den 45 Realschulen in Unterfranken nur wenige gibt, die solch einen Titel tragen dürfen.

Eine KOMPASS-Schule unterscheidet sich von anderen Schulen dadurch, dass sie Schülerinnen und Schüler „auf die Bühne“ holt und ihre Stärken besonders deutlich in den Mittelpunkt rückt. Unsere Schule kann die Kompetenzen und Talente aller Schüler auf unterschiedliche Weise verstärken. Einen Überblick hierzu lieferten Alisa Franz, Jonas Scheller, Hannah Schreck und Leni Schwind in einer Präsentation während der Feierstunde. Sie zeigten auf witzige Art auf, welche Vielfalt es zur Stärkenorientierung an unserer Schule gibt: das Emil-Projekt; die inklusive Tanzgruppe; die inklusive Fußballmannschaft; die Tutoren; das Fach Technik und Lernen lernen; die Klassenleiterstunde und das Nachhilfesystem; die weithin bekannte Robotikgruppe und die Talentklasse; unser Polenaustausch und die Schulsanitäter.

In den genannten Bereichen kommen vor allem die sozialen, sportlichen, sprachlichen und technischen Begabungen unserer Schüler zur Geltung. Die künstlerischen und musischen Qualitäten können unsere Schüler hingegen am Weihnachtsabend und in der Schultheatergruppe präsentieren. Im kommenden Schuljahr sollen auch wieder die „Streitschlichter“ und das „Schulradio“ eingeführt werden.

Zu den Zielsetzungen von KOMPASS gehört es das Selbstbewusstsein unserer Schüler durch das häufige Erleben von Erfolgen zu stärken. Das Einbringen von persönlichen Interessen und Stärken und das kooperative Handeln steigert die Bereitschaft zur aktiven Mitgestaltung des Schullebens und führt zu einer Verbesserung des Schulklimas. Weiterhin erhöht sich die gegenseitige Wertschätzung zwischen Schülern und Lehrern durch KOMPASS-Maßnahmen. Manchmal sind es jedoch wertvolle Kleinigkeiten, mit denen sich die Schüler ihrer Lern- und Selbstkompetenzen bewusst werden sollen: Die Feedbackbögen vor den Schulaufgaben in der fünften Klasse sind solch ein kleines Instrument. Das Schild „KOMPASS-Schule“ ist nun vor dem Eingangsbereich gut sichtbar für jeden Besucher aufgestellt. Es soll allen Schülern immer wieder klarmachen, wie wichtig die Schulbildung für ihr Leben ist. Den Lehrern kann es vermitteln, wie wichtig es ist, ihren Kompass an der Förderung von Stärken unserer Schülerinnen und Schüler auszurichten.